Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen am Fleisbach

Am Samstag zeigten die Sinner GRÜNEN gemeinsam mit Johannes Volkmar (Hess. Forst), welche Maßnahmen, sowohl für den Naturschutz als auch für den Schutz vor Starkregen am Fleisbach durchgeführt wurden.

2003 wurden in der Dorfmitte von Fleisbach mehrere Keller überflutet. Der Bereich ist in der aktuellen Fließpfadkarte, die bei der Gemeinde vorliegt, als ein Gefahrenbereich ausgewiesen. In der jüngsten Vergangenheit sind nun mehrere Maßnahmen bachaufwärts umgesetzt worden, so Johannes Volkmar (Hess. Forst) und Walter Fiedler (Vorsitzender des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt, Energie und Verkehr der Gemeinde).

Alte Querverbauungen aus Beton wurden aus dem Bachbett entfernt, natürliche Steine eingebracht, sodass die Fließgeschwindigkeit verringert werden konnte. Dazu tragen auch die Bäume am und im Bachbett bei. Gleichfalls werden im Gemeindewald von der Jagdgenossenschaft Teiche angelegt und Wasser von Straßengräben in den Wald oder in Wiesen geleitet. Davon profitiert unser Wald in heißen, trockenen Sommern genauso wie der Grundwasserspiegel.

Eine alte Fischteichanlage ist als Wasserrückhaltemaßnahme jetzt umgebaut worden. Sie ist nun ein Schutz vor Starkregen und stellt gleichzeitig auch einen wertvollen Lebensraum für Amphibien und dem hier lebenden Schwarzstorch dar. Gespräche mit den Besitzern, Hessen Forst und der Gemeinde, so Fiedler, haben dies ermöglicht. Es sind drei unterschiedlich große Teiche entstanden, die über einen Zufluss verfügen, der nur bei hohem Wasserstand des Fleisbaches gespeist wird. Oberhalb der Anlage kann das Wasser auf eine feuchte Wiese gelangen und vor dem Querweg wieder in den Bach zurückfließen. Einen besonderen Dank muss man hier der evangelischen Kirchengemeinde aussprechen, die ihre Zustimmung für die gesamte Maßnahme erteilt hat. Der ganze Bau wurde von Herrn Volkmar geplant und umgesetzt. Die Gelder hierfür stammen aus einer Ausgleichsmaßname für errichtete Windkraftanlagen auf dem Westerwald. Für die Gemeinde Sinn sind keine Kosten entstanden. Den Besitzern und Biologen Frau Quillfeld und Herrn Masello gilt auch unser besonderer Dank für die Bereitstellung ihres Grundstückes.

In den nächsten Wochen soll die Fläche noch mit heimischen Blumen- und Grassamen eingesät und mit einer Hecke und einem Handlauf zur Straße hin abgegrenzt werden. „Es ist zu erwarten, dass sich hier heimische Fauna und Flora wohlfühlen werden und sich bei Starkregen genug Bachwasser zurückhalten lässt, damit die Fleisbacher Dorfmitte vor Hochwasser verschont bleibt“, so Joachim Horst (Spitzenkandidat der GRÜNEN, Sinn).

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